Zertifakte, Medienfonds, Optionsscheine

Im Optionsgeschäft werden Optionsscheine gehandelt. Das Termingeschäft ist der Handel mit Wertpapieren, wo ein Käufer das Recht auf eine Option erhält, mit der innerhalb einer bestimmten zeitlichen Frist eine konkrete Anzahl von Aktien einer Gesellschaft gekauft oder verkauft werden dürfen. Dabei gilt der aktuelle Tageskurs des jeweiligen Geschäftsabschlusses. Die Geschäfte auf Termin werden als Kauf- oder Verkaufsoptionen gehandelt. Man nennt diese Optionsgeschäfte auch Derivate. In Deutschland ist das Optionsgeschäft seit Juli 1970 wieder zugelassen.

Es ist heutzutage gängige Praxis die Optionsscheine im Börsenhandel zu nutzen. Es gibt in der Gesellschaft große Bedenken, dass eine hohe Konzentration auf solche Derivate (Optionsscheine auf Termingeschäfte) die reellen Wertpapiere untergraben. Die Deutsche Bundesbank befürchtet durch den zunehmenden Einsatz von Optionsscheine , dass sich die Integration von Finanzmärkten verstärkt und daher ihre Verletzbarkeit sich erhöht hat. Die Händler mit Derivaten verstehen die Komplexität des Marktes selbst kaum noch und schätzen somit ihre Risiken falsch ein. Die Barings Bank hat die Risiken im Jahre 1995 anschaulich dargelegt. Sie ist die älteste Handelsbank in der City von London., bei der mit einem Kapital von 541 Millionen Pfund Sterling, durch einen einzelnen Händler, ihre eigene Filiale in Singapur in den Bankrott gestürzt wurde. Bei einem unüberwachten Derivatenhandel verlor er 850 Millionen Pfund Sterling auf den japanischen Märkten. Das schrie förmlich nach verstärkter Regulierung im Derivatenhandel. Es führte auch zu einem Mahnruf an alle Handelsgesellschaften und Börsen, schärfere Kontrollen für Optionsscheine einzuführen.

Die Medienfonds sind geschlossene Fonds, die aus Film- und Fernsehproduktionen finanziert werden. Ein Anleger sorgt somit für die finanzielle Investition und wird am Einspielergebnis beteiligt. Die Medienfonds bestehen aus gemeinschaftlichen Anlegern, die mit ihrem Kapital in TV-Produktionen, oder Filmlizenzen tätig sind. Die bekannteste Rechtsform ist die GmbH & Co. KG. Das interessante hierbei ist, dass der Gesellschafter nicht am Gesellschaftskapital des Medienfonds beteiligt sein muss. Die jeweiligen Geschäftsführer müssen auch nicht aus der Filmbranche kommen. Dabei sind die Kommanditisten (Teilhaber) nur die einzelnen Geldgeber in den Medienfonds, welche auch als Anleger bezeichnet werden. Die Bedeutung dieser Gesellschaftsform lag an der Verlustzuweisung für den Anleger. Denn im ersten investierten Jahr war der angesetzte steuerliche Verlust zu 100 % an der Kapitalanlage üblich. Dieser Verlustvortrag erlosch für 2005 gänzlich, so dass eine Investition in Medienfonds unattraktiv wurde, damals als “Steuersparfond” bezeichnet.

Unter Zertifikate versteht man eine Beglaubigung, oder Bescheinigung eines Wertpapiers. In der Finanzwelt werden verschiedene Arten von Zertifikate genutzt. Als klassisches Zertifikate sind die Investmentfonds zu nennen. Aber auch Hinterlegungsscheine für Aktien und Inhaberschuldverschreibungen sind im Finanzwesen üblich. Im Handelsrecht gibt es die Zertifikate für Schiffe und im Umweltrecht die verbrieften Zertifikate für den Emissionshandel.

 

Keine Kommentare möglich.