Der Zweck eines Immobilienfonds ist es, das Geld mehrerer Anleger zu bündeln, um das Kapital in Immobilien zu investieren. Man unterscheidet dabei offene und geschlossene Immobilienfonds.
Ein offener Immobilienfonds ist ein Sondervermögen, welches hauptsächlich oder ausschließlich aus Immobilien besteht. Das Kapital kann grundsätzlich jederzeit eingezahlt oder entnommen werden. Ein geschlossener Fonds finanziert in der Regel ein einzelnes Objekt. Die Rendite erzielen Immobilienfonds beispielsweise durch die Miteinnahmen.
Der Vorteil eines Immobilienfonds liegt unter anderem in den relativ sicheren Renditen, die in etwa Werte von um die fünf Prozent erzielen und auch nur zum Teil versteuert werden müssen. Investitionen in offene Immobilienfonds sind sachwerteorientiert und verfügen damit über einen Inflationsschutz. Der Gewinn ist etwa zu einem Drittel bis zu 2/3-steuerfrei. Zudem ist ein Verlust bei Immobilienfonds relativ selten. Ein weiterer Vorteil liegt in der kurzfristigen Verfügbarkeit des Kapitals. Die Anteile können börsentäglich gekauft oder auch verkauft werden, sodass bei eventuellen Engpässen auf das Kapital der Fondsanteile zurückgegriffen werden kann. Auch für Kleinanleger bieten sich die Immobilienfonds an. Viele Gesellschaften bieten hierfür spezielle Sparpläne mit monatlichen Raten zur Vermögensbildung an. Durch Abschreibungen ist es zudem möglich Steuervergünstigungen zu erhalten beispielsweise bei baulichen Maßnahmen oder anderen Investitionen in die Immobilien.
Offene Immobilienfonds bieten sich auch als Alternative für die Altersversorgung an. Das Kapital kann vorzeitig verkauft oder beliehen werden. Auch werden Möglichkeiten angeboten, sich die Renditen zu späterer Zeit als Zusatzrente auszahlen zu lassen. Offene Immobilienfonds bieten in der Regel eine relativ gleichmäßige Wertentwicklung.
Geschlossene Immobilienfonds sind risikoreicher. Ein Vorteil liegt jedoch in den meist sehr hohen Mieteinnahmen, wobei es bei einer Neuvermietung oftmals auch möglich ist, höhere Mieteinnahmen zu erzielen. Da es kaum möglich ist, Anteile zu kündigen, muss kein hohes Kapital zurückgehalten werden, um eventuelle Anteile auszulösen. Damit ist eine bessere Verzinsung des Kapitals oft besser möglich, als in offenen Immobilienfonds. Die Renditen werden bei dieser Anlageform jährlich ausgeschüttet und erzielen Werte von etwa fünf bis acht Prozent.

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